I Allgemeine Regelungen

1. Veranstalter

Parookaville GmbH, Flughafenring 293, 47652 Weeze, Telefon: +49 (0) 28 37 / 91 11 12, Telefax: +49 (0) 28 37 91 11 11, E-Mail: infodesk@parookaville.com, Handelsregister: AG Kleve – HRB 13611 (nachfolgend nur der „Veranstalter“).

2. Anwendungsbereich / Vertragspartner

2.1. Das Festival (nachstehend nur „PAROOKAVILLE“) findet auf dem ausgewiesenen Festivalgelände im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen statt. Das Festivalgelände umfasst insbesondere sämtliche Flächen der PAROOKAVILLE-City, zu denen nur Zutritt mit gültiger Eintrittskarte (nachfolgend nur „Ticket“ oder „Visum“) gewährt wird, sowie das Campingareal und die Parkzonen (nachfolgend gemeinsam nur „Festivalgelände“).

2.2. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend nur „AGB“) gelten zwischen dem Käufer eines Tickets (nachfolgend nur „Bürger von Parookaville“ oder „Bürger“) und dem Veranstalter. Durch den Kauf eines Tickets schließt der Bürger einen Veranstaltungsvertrag und erwirbt ein Besuchsrecht der Veranstaltung. Mit der Buchung eines Parkplatzes schließt der Bürger einen Nutzungsvertrag über einen Kfz-Stellplatz. Mit der Buchung eines Locker schließt der Bürger einen Nutzungsvertrag über ein Schließfach (nachfolgend nur „Locker“).

2.3. Der Bürger erkennt die sich aus diesen AGB, der Festplatzordnung, der Campingordnung und der Parkplatzordnung ergebenden Rechte und Pflichten an.

2.4. Vertragliche Beziehungen kommen durch den Erwerb der Eintrittskarte ausschließlich zwischen dem Veranstalter und dem die Eintrittskarte erwerbenden Gast zustande.

3. Weiterverkaufsverbot / Verbot der Abänderung von Tickets / Vertragsstrafe

3.1. Der Bürger ist nur berechtigt, die Tickets für ausschließlich private Zwecke zu nutzen. Jeglicher gewerbliche Weiterverkauf der erworbenen Tickets ohne die Einholung einer vorherigen Zustimmung durch den Veranstalter ist verboten.

3.2. Das Präparieren des Tickets (z.B. Aufdrucken, Abändern oder sonstige Arten der Veränderung des Tickets) zum Zwecke der Täuschung oder Benachteiligung anderer ist untersagt.

3.3. Jeder Bürger, der Tickets unter Verstoß gegen die vorstehenden Zustimmungsvoraussetzungen weitergibt oder im Sinne von Ziffer 3.2 präpariert, ist verpflichtet, dem Veranstalter eine angemessene, durch den Veranstalter nach billigem Ermessen festzusetzende und gerichtlich zu überprüfende Vertragsstrafe in Höhe von bis zu € 2.500,00 je vertragswidrig angebotenem oder präparierten Ticket bzw. Besuchsrecht zu zahlen. Dem Veranstalter bleibt die Geltendmachung eines höheren Schadens unter Anrechnung der Vertragsstrafe vorbehalten. Der Veranstalter ist in derartigen Fällen weiter berechtigt, das betroffene Ticket einzuziehen oder Besuchsrecht zu widerrufen.

3.4. Der private Weiterverkauf ist ausschließlich über die TicketPAY Resale-Plattform erlaubt.

4. Anreise

Die Anreise zum Festivalgelände ebenso wie das Parken erfolgt auf eigene Gefahr. Der Umwelt zuliebe, benutzen Sie bitte die öffentlichen Verkehrsmittel. Für die Benutzung eines Stellplatzes auf dem zum Festivalgelände gehörenden gebührenpflichtigen Parkplatz, gelten zusätzlich die nachfolgenden besonderen Bestimmungen zur Parkplatznutzung (Ziffer III) und die Parkplatzordnung.

5. Zutritt zum Festivalgelände

5.1. Zutritt zum Festivalgelände erhalten nur Bürger, die über ein gültiges Ticket verfügen und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Beim ersten Einlass ist das Ticket und der gültige Personalausweis vorzuzeigen. Das Ticket wird eingetauscht gegen das Festivalbändchen. Das Festivalbändchen ist während des gesamten Aufenthalts auf dem Festivalgelände mit sich zu führen.

5.1.1. Bürger mit Full Weekend Visa + Campsite und Full Weekend Visa + Comfort Campsite können am Veranstaltungswochenende jeder Zeit zwischen Campsite Parkplatz, Campsite und Festivalgelände hin und her pendeln. Alle Bürger die nicht auf der Campsite und der Comfort Campsite übernachten (Hotelgäste, Tagesgäste, etc.) können das Festivalgelände pro Tag nur einmal betreten und wieder verlassen.

5.2. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Bürgern den Zutritt zu dem Festivalgelände aus wichtigem Grund zu verwehren. Als wichtiger Grund gilt insbesondere, aber nicht abschließend, das Mitführen von verbotenen Gegenständen im Sinne von Ziffer 6.1, ein offensichtlich stark alkoholisierter Zustand des Bürgers, wenn der Bürger offensichtlich unter Drogeneinfluss steht oder eine offensichtlich homophobe, sexistische, rassistische oder menschenverachtende Einstellung hat. Bei Verletzung des Jugendschutzes wird der Einlass ebenso verweigert (Ziffer 8). Besteht ein wichtiger Grund für die Verweigerung des Einlasses, verliert das Ticket des Bürgers seine Gültigkeit; der Ticketpreis wird nicht erstattet.

5.3. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Bürger, die auf dem Festivalgelände ohne entsprechende Legitimation angetroffen werden, des gesamten Festivalgeländes zu verweisen. Ein Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittsgeldes besteht nicht.

5.3.1. Unverschlossene oder beschädigte Festivalbändchen verlieren ihre Gültigkeit und müssen umgehend an einem Service-Schalter umgetauscht werden.

6. Verbotene Gegenstände / Einlasskontrolle

6.1. Auf dem gesamten Festivalgelände sind verboten:
Glasflaschen jeder Art und Form, Shishas mit Glas-Bowl, sonstige Glasbehälter, Tiere / Haustiere, Waffen aller Art (auch im technischen Sinne), professionelle Foto-, Film-, Videokameras und Tonbandgeräten, Drohnen, Fackeln, pyrotechnische Gegenstände, Aggregate und Autobatterien, Spiritus, Benzin oder anderer brennbarer Flüssigkeiten, Gaskartuschen mit mehr als 450g Gasfüllung, Trockeneis, Wunderkerzen, Himmelslaternen, Vuvuzelas, Megaphone, kommerzielle, politische oder religiöse Gegenstände aller Art, einschließlich Banner, Schilder, Symbole oder Flugblätter, Mannschaftszelte über 5 Personen, Möbel und als Sperrmüll identifizierbare Gegenstände sowie gefährliche Gegenstände jeglicher Art.

Zusätzlich sind auf dem Gelände von PAROOKAVILLE-City Plastikbehälter und Dosen verboten, soweit sie nicht vom Veranstalter oder durch den Veranstalter lizensierten Händlern zur Ausgabe von Speisen und Getränken genutzt werden.

6.2. Am Einlass werden Sicherheitskontrollen (Leibes- und Taschenvisitation eingeschlossen) durch das Ordnungspersonal des Veranstalters durchgeführt. Das Ordnungspersonal ist berechtigt, eine Leibes- sowie Taschenvisitation durchzuführen. Der Bürger erklärt sich hiermit einverstanden. Den Anweisungen des Ordnungspersonals ist Folge zu leisten. Der Veranstalter hält sich das Recht vor, bei Nichtbeachtung einen sofortigen Verweis vom Veranstaltungsgelände auszusprechen.

6.3. Der Veranstalter ist berechtigt, verbotene Gegenstände vorübergehend zu verwahren und in Besitz zu nehmen. Ein Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittsgeldes besteht nicht.

7. Hausrecht / Verhaltensregeln / Fotografieren und Filmen

7.1. Das Hausrecht wird vom Veranstalter sowie seinem Ordnungs- und Sicherheitspersonal ausgeübt. Auf dem Festivalgelände gelten die Festivalgeländeordnung, die Campingordnung und die Parkordnung. Den Weisungen des Personals des Veranstalters ist Folge zu leisten.

7.2. Den Bürgern ist es insbesondere untersagt:
7.2.1. verbotene Gegenstände im Sinne von Ziffer 6.1 mitzuführen;
7.2.2. körperliche Gewalt gegen andere Bürger, Personal des Veranstalters oder sonstige Dritte auszuüben;
7.2.3. Gegenstände auf die Bühnen, auf das Personal des Veranstalters oder andere Bürger zu werfen;
7.2.4. außerhalb der Toiletten zu urinieren oder die Notdurft zu verrichten;
7.2.5. bauliche Anlagen, Wände, Sachen etc. zu bemalen, zu besprühen oder zu beschmutzen;
7.2.6. ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Veranstalters gewerblich Handel zu treiben, Marketingaktionen oder Werbemaßnahmen durchzuführen. Werbemaßnahmen gleich welcher Art, d.h. Bewerbung eines Produkts, einer Dienstleistung, eines Unternehmens oder einer Marke, sowie das Anbringen von Dekorationen und sonstigen Gegenständen sind auf dem gesamten Festivalgelände grundsätzlich untersagt;

7.2.7. Bereiche und Räume zu betreten, die für Bürger nicht freigegeben sind, und auf die Bühnen, Zelte, Traversen oder ähnliches zu klettern;

7.3. Das Fotografieren für den privaten Gebrauch ist gestattet. Die Persönlichkeitsrechte Dritter sind dabei jederzeit zu wahren. Ton-, Film-, Digital- und Videoaufnahmen, auch für den privaten Gebrauch, sind grundsätzlich untersagt. Das Mitbringen von professionellen Tonbandgeräten und professionellen Foto-, Film-, Video- und Digitalkameras ist grundsätzlich nicht gestattet. Missbrauch wird strafrechtlich verfolgt. Erlaubt sind einfache Digitalkameras ohne wechselbare Objektive (keine Profiausrüstung, keine Filmkameras).

7.4. Bürger, die gegen die vorstehenden Verhaltensregeln oder gegen Verhaltensgebote gemäß verstoßen oder verstoßen haben, kann der Veranstalter vom Festivalgelände verweisen und Hausverbot erteilen. Begeht ein Bürger auf dem PAROOKAVILLE-Festival eine Straftat (z.B. Handel mit Betäubungsmitteln, Körperverletzung, Diebstahl oder sexuelle Nötigung), wird der Bürger sofort und ohne Vorwarnung von dem Festivalgelände verwiesen und der Sachverhalt wird bei den Strafverfolgungsbehörden zur Anzeige gebracht.

7.5. Besteht einer der vorgenannten wichtigen Gründe und wird der Bürger vom Veranstaltungsort verwiesen, verliert das Ticket seine Gültigkeit; der Eintrittspreis wird nicht erstattet. Ein Bürger, der schuldhaft gegen diese AGB; die Festivalordnung, die Campingordnung oder die Parkordnung verstößt, ist dem Veranstalter zum Ersatz eines dem Veranstalter dadurch entstehenden Schadens verpflichtet.

8. Jugendschutz

8.1. Für das gesamte Festivalgelände gelten die Bestimmungen des Gesetzes zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit.

8.2. Abweichend vom Jugendschutzgesetz ist der Eintritt zum Festivalgelände erst ab 18 Jahren und Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren
haben auch in Begleitung eines Erziehungsberechtigten keinen Zutritt.

9. Gesundheitsbeeinträchtigung durch Lautstärke

Dem Bürger ist bewusst, dass in PAROOKAVILLE, insbesondere vor den Bühnen, eine besondere Lautstärke herrscht und die Gefahr von möglichen Gesundheitsschäden, insbesondere von Hörschäden besteht. Der Veranstalter sorgt durch geeignete technische Ausstattung und Lautstärkebegrenzung dafür, dass der Besucher vom Schallpegel der Performances keinen Schaden nimmt. Es wird unabhängig davon dringend empfohlen, Ohrstöpsel zu verwenden, insbesondere beim Aufenthalt in der Nähe von Lautsprecherboxen sowie einen Platz vor den jeweiligen Bühnen zu wählen, der den individuellen Hörgewohnheiten zuträglich ist.

10. Ablauf der Veranstaltung / Programmänderungen

10.1. Der Veranstalter hat keinerlei Einfluss auf die Gestaltung, die Länge und den Inhalt der einzelnen Darbietungen und übernimmt daher gegenüber dem Bürger hierfür keine Haftung.

10.2. Das Ticket berechtigt zum Besuch einer Vielzahl von Konzerten und Begleitveranstaltungen auf dem Festivalgelände. Im Fall von Programmänderungen, der Absage einzelner Shows, Streichung einzelner Konzerte aus dem Programm hat der Besucher daher keine Ansprüche gegen den Veranstalter, solange der Gesamtcharakter von PAROOKAVILLE gewahrt bleibt. Verspätungen und Verlegungen einzelner Programmpunkte sind vom Bürger hinzunehmen.

Der Veranstalter wird Programmänderungen unverzüglich auf seiner Homepage unter www.parookaville.com bekanntmachen.

11. Verlegung der Veranstaltung / Absage der Veranstaltung / Höhere Gewalt

11.1. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, die Veranstaltung aus wichtigem Grund örtlich und / oder terminlich zu verlegen oder abzusagen. In diesem Fall besteht ein Rückerstattungsanspruch nur begrenzt auf den Nennwert der Eintrittskarte und nur bis zum Veranstaltungstermin.

11.2. PAROOKAVILLE findet bei jeder Witterung statt. Sollten die Witterungsumstände jedoch eine Gefahr für Leib, Leben oder Gesundheit der Besucher, Künstler und / oder des Personals begründen, kann der Veranstalter PAROOKAVILLE sofort abbrechen.

11.3. Wird aus Witterungsgründen oder aufgrund einer behördlichen Anordnung oder gerichtlichen Entscheidung oder aufgrund sonstiger unvorhersehbarer und unverschuldeter Umstände eine von dem Veranstalter zu erbringende Leistung unmöglich oder verzögert (z.B. Arbeitskämpfe, Betriebsstörungen, Transporthindernisse, behördliche Maßnahmen – jeweils auch bei den Vertragspartnern des Veranstalters), so ist der Veranstalter berechtigt, die Veranstaltung abzusagen; eine Erstattung des Eintrittskartenpreises ist in diesem Fall ausgeschlossen.

11.4. Eine Haftung für Folgeschäden aufgrund der Verschiebung und Absage der Veranstaltung ist ausgeschlossen.

12. Haftung

12.1. Der Veranstalter haftet nicht für beschädigte, verloren gegangene, gestohlene oder sonst abhanden gekommene Gegenstände. Dies gilt insbesondere für eine kostenpflichtige vom Veranstalter zur Verfügung gestellte Garderobe.

12.2. Eine für den Fall schuldhafte Pflichtverletzung oder aus sonstigen Rechtsgründen einem Gast entstehender Anspruch auf Schadensersatz wird zugunsten des Veranstalters dahingehend begrenzt, dass Letzterer haftet,

a. in voller Schadenhöhe nur bei grobem Verschulden im Sinne von § 309 Nr. 7 b BGB (Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit) des Veranstalters, seiner Organe oder leitenden Angestellten,
b. dem Grunde nach bei jeder schuldhaften Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, wobei unter wesentlichen Vertragspflichten solche zu verstehen sind, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet,
c. außerhalb solcher Pflichten dem Grunde nach nur für grobes Verschulden im Sinne von § 309 Nr. 7 b BGB für Erfüllungsgehilfen. Der Höhe nach haftet der Veranstalter in den Fällen b. und c. nur für Ersatz des voraussehbaren vertragstypischen Schadens.

12.3. Die in den Fällen a. bis c. geregelten Haftungsausschlüsse und -beschränkungen gelten nicht im Fall der Übernahme einer Garantie für die Beschaffenheit einer Sache im Sinne des § 444 BGB, im Fall des arglistigen Verschweigens eines Mangels, im Fall von Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit eines Menschen, sofern der Veranstalter die dazu führende Pflichtverletzung zu vertreten hat, sowie im Fall einer zwingenden Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz oder im Fall der Übernahme des Beschaffungsrisikos im Sinne von § 276 BGB. Insoweit wird klargestellt, dass der Veranstalter das Beschaffungsrisiko nur bei ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung im Sinne einer ausdrücklichen verschuldensunabhängigen Verantwortlichkeit trägt.

13. Recht am eigenen Bild, Bild-, Video- und Tonrechte

13.1. Der Veranstalter und durch ihn beauftragte Dritte sind berechtigt, im Rahmen von PAROOKAVILLE Bild-, Ton- und Bildtonaufnahmen der Besucher ohne Vergütung für die abgebildeten Personen herzustellen und in jeder Art und Weise umfassend in allen bekannten und zukünftigen Medien zu nutzen oder nutzen zu lassen, insbesondere zur Berichterstattung in allen Medien eingeschlossen Internet, auf Ton- oder Bildtonträgern sowie zur Bewerbung von PAROOKAVILLE, zur Werbung von Sponsoren und zu allen sonstigen Geschäftstätigkeiten des Veranstalters und seiner verbundenen Unternehmen. Sämtliche Rechte dürfen zu vorstehenden Zwecken auch auf Dritte übertragen werden.

14. Anwendbares Recht, Salvatorische Klausel

14.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen unterliegen deutschem Recht.

14.2. Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Vereinbarungen nicht berührt. Eine solche Regelung, die dem beabsichtigten Zweck rechtswirksam am nächsten kommt, soll an die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Vereinbarung treten. Gleiches gilt im Falle von Regelungslücken.

15. Rückerstattung von Token (Wertmarken)

Token (Wertmarken) können nur während der Öffnungszeiten der Kassen auf dem Festivalgelände zurückgetauscht werden. Entsprechende Hinweise zu den Öffnungszeiten und der Regelung zum Rücktausch hängen vor Ort aus.

16. Pfandsammeln

Auf dem gesamten Festivalgelände ist das professionelle Sammeln von Pfandflaschen strengsten verboten und wird strafrechtlich verfolgt.

II. Besondere Bestimmungen für die Benutzung des Parkplatzes

17. Allgemeines

Der Parkplatz des Festivalgeländes steht ausschließlich für Bürger und für Mitarbeiter des Veranstalters zur Verfügung. Auf dem Parkplatz dürfen nur zum öffentlichen Verkehr zugelassene Kraftfahrzeuge abgestellt werden. Die nachstehenden besonderen Bestimmungen werden ebenso wie die Regelungen in Ziffer I als Bestandteile des geschlossenen Vertrages anerkannt. Der Bürger ist verpflichtet, die Parkplatzordnung zu beachten. Die Bewachung oder Verwahrung des eingestellten Fahrzeugs oder eine sonstige Tätigkeit, welche über die Stellplatzüberlassung hinausgeht, ist nicht Gegenstand des Vertrages. Der Veranstalter übernimmt demgemäß keine Obhutspflichten. Das Übernachten im Auto auf den Parkplätzen ist strengstens verboten.

18. Haftung des Veranstalters

Die Benutzung des Parkplatzes erfolgt auf eigenen Gefahr des Bürgers. Der Veranstalter haftet für alle Schäden, soweit sie nachweislich von ihm oder seinem Personal verschuldet wurden in dem in Ziffer 12 geregelten Rahmen und auch nur dann, wenn die Schäden vor Verlassen des Parkplatzes gegenüber dem Veranstalter angezeigt wurden.

19. Einstellen des Fahrzeugs

Der Bürger kann, sofern ihm von dem Veranstalter oder dessen Personal kein bestimmter Abstellplatz zugewiesen wird, unter freien, nicht reservierten Parkplätzen einen Stellplatz wählen. Er hat dabei die durch die Paktplatzeinrichtungen gegebenen Richtlinien zu beachten. Der Bürger hat sein Fahrzeug auf einem markierten Platz und zwar so abzustellen, dass jederzeit das ungehinderte Ein- und Aussteigen auch auf den benachbarten Stellplätzen möglich ist. Gegenebenfalls hat er einen anderen Stellplatz zu wählen. Beachtet der Bürger die Vorschrift nicht, so ist der Veranstalter auf Kosten des Bürgers berechtigt, das falsch abgestellte Fahrzeug in die vorgeschriebene Lage zu bringen, auf einen anderen, freien Stellplatz zu verbringen oder – falls eine andere Form der Abhilfe nicht möglich ist – von dem Parkplatz entfernen zu lassen. Der Parkplatz und seine Einrichtungen sind schonend und sachgemäß zu benutzen. Etwaige Beschädigungen werden auf Kosten des Bürgers beseitigt. Das Abstellen von Fahrzeugen mit undichten Kraftstoffbehältern oder -leitungen ist verboten. Bei der Ein- und Ausfahrt hat der Bürger die im Verkehr erforderliche Sorgfalt zu beachten und zwar auch dann, wenn ihm Mitarbeiter oder Beauftragte des Veranstalters mit Hinweisen behilflich sind. Das abgestellte Fahrzeug ist sorgfältig abzuschließen und verkehrsüblich zu sichern.

20. Haftung des Bürgers / Geltung der StVO / weitere Verbote

Der Bürger haftet für alle durch ihn selbst oder seine Begleitpersonen auf dem Parkplatz oder gegenüber anderen Bürgern verursachten Schäden. Er ist verpflichtet, die angerichteten Schäden unverzüglich dem Veranstalter gegenüber anzuzeigen. Es gilt die StVO – es darf nur im Schritt-Tempo gefahren werden. Unbeschadet weiterer Beschränkungen ist auf dem Parkplatz insbesondere verboten:

a. das Verlassen der Fahrstrecke zum Zwecke der Wegabkürzung
b. die Lagerung jeglicher Gegenstände
c. das unnötige Laufenlassen und Ausprobieren der Motoren
d. die Einstellung von Fahrzeugen mit undichtem Tank oder Vergaser
e. das Einstellen von nicht zugelassenen Fahrzeugen
f. die Reinigung des Fahrzeugs sowie Reparaturen

Die Reinigung des Parkplatzes erfolgt durch den Veranstalter; jedoch sind Verunreinigungen, die der Bürger zu verantworten hat, unverzüglich durch diesen zu beseitigen. Anderenfalls ist der Veranstalter berechtigt, diese Verunreinigungen auf Kosten des Bürgers beseitigen zu las-sen. Die Mitarbeiter des Veranstalters sind berechtigt und verpflichtet, auf die Einhaltung der Parkplatzordnung zu achten. Ihren Anweisungen ist Folge zu leisten.

21. Entfernung – Verwertung des Fahrzeugs

Der Veranstalter kann auf Kosten und Gefahr des Bürgers das Fahrzeug vom Parkplatz abschleppen lassen, wenn

a. die vereinbarte Parkzeit überschritten wird, ohne dass eine diesbezügliche Sondervereinbarung mit dem Veranstalter geschlossen wurde;
b. das eingestellte Fahrzeug durch undichten Tank oder Vergaser oder durch andere Mängel den Parkplatz verunreinigt bzw. dessen Betrieb gefährdet;
c. das Fahrzeug polizeilich nicht zugelassen ist oder während der Einstellzeit durch die Polizei aus dem Verkehr gezogen wird.

Sämtliche in diesem Zusammenhang anfallenden Kosten trägt der Bürger.

III. Besondere Bestimmungen für die Benutzung des Campinggeländes

22. Platzordnung

Für die Benutzung des Campinggeländes und für das Verhalten auf dem Campinggelände gilt die Benutzungsordnung für das Campinggelände, die der Bürger als für sich verbindlich anerkennt.

23. An- und Abreisezeiten

Ein von dem Bürger auf dem Campinggelände gebuchter Zeltplatz steht dem Bürger am Anreisetag ab 10:00 Uhr zur Verfügung. Der Zeltplatz muss am Abreisetag bis 16:00 Uhr sauber verlassen werden. Bei Fristüberschreitung kann ein weiteres Entgelt erhoben werden. Die vertragsgerechte Räumung ist jedoch Hauptpflicht des Bürgers.

24. Aufenthalt / Besuch

Das Campinggelände darf nur mit der angemeldeten Personenanzahl genutzt werden. Besucher müssen vor Betreten des Campinggeländes angemeldet werden. Der Zeltplatz darf nur mit einer Campingausrüstung (1 Zelt) belegt werden. Zusätzliche Campingausrüstungen bedürfen der Zustimmung des Veranstalters und müssen angemeldet werden.

25. Mängel

Sofern der zugewiesene Zeltplatz bzw. sonstige Vertragsleistungen nicht den vertraglich vereinbarten Eigenschaften entsprechen, hat der Bürger dem Veranstalter die Mängel am Feststellungstag, spätestens aber am darauf folgenden Tag anzuzeigen.

26. Haftung

Der Bürger und die ihn begleitenden Personen verpflichten sich, den Stellplatz sowie Gebäude, Einrichtungen, Inventar etc. des Campinggeländes pfleglich zu behandeln. Schäden die während des Aufenthaltes durch den Bürger selbst oder dessen Begleitpersonen verursacht werden, sind dem Veranstalter umgehend mitzuteilen zu ersetzen. Der der Veranstalter weist ausdrücklich darauf hin, dass aus der Natur herrührende Unregelmäßigkeiten, Beschädigungen oder Verluste (z.B. Baumfrüchte, Insekten, Tiere, Astwerk etc.) auftreten können; eine Haftung des Veranstalters für derartige Beschädigungen ist im Rahmen von Ziffer 12 vorstehend ausgeschlossen.

IV. Besondere Bestimmungen für die Benutzung von Schließfächern („Locker“)

27. Schließfachnutzung

27.1. Die Locker können nur während der Öffnungszeiten der PAROOKAVILLE-City genutzt werden. Außerhalb der Öffnungszeiten ist die Inanspruchnahme der Locker nicht gestattet.

27.2. Die Locker werden durch einen Code verschlossen. Der Bürger erhält den Code am Infodesk am Locker-Bunker.

27.3. Der Veranstalter ist berechtigt, den Locker bei Gefahr im Verzug zu öffnen. Als Gefahr im Verzug gilt insbesondere auch der begründete Verdacht, dass sich in dem Locker auf dem Festivalgelände verbotene Gegenstände im Sinne von Ziffer 6.1 befinden. Der Veranstalter wird im Falle einer Öffnung der Locker aus diesen Gründen nach Möglichkeit die Polizei hinzuziehen.

27.4. Die Nutzung des Locker erfolgt auf eigene Gefahr des Bürgers. Nach Ablauf der vereinbarten Nutzungszeit ist der Locker vollständig zu räumen.

27.5. Gegenstände, die sich nach dem Ende der vereinbarten Nutzungszeit in dem Locker befinden, werden als Fundsache behandelt. Sie werden von dem Veranstalter inventarisiert und dem örtlichen Fundbüro der Gemeinde Weeze übergeben. Sie können dort von dem Bürger nach den allgemeinen Vorschriften abgeholt werden.

27.6. Der Veranstalter haftet nicht für die Verluste der in dem Locker aufbewahrten persönlichen Habe. Gleiches gilt für Wertgegenstände, die der Bürger in den Locker legt. Der Bürger handelt insoweit auf eigenes Risiko.

V. Widerrufsbelehrung

28. Widerrufsrecht für Käufe über den Online-Merchandise-Shop des Veranstalters

28.1. Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

28.2. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, die Ware in Besitz genommen haben bzw. hat. Im Falle eines Vertrages über mehrere Waren, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, die letzte Ware in Besitz genommen haben bzw. hat. Bei der Lieferung einer Ware in mehreren Teilsendungen, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, die letzte Teilsendung oder das letzte Stück in Besitz genommen haben bzw. hat.

28.3. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns

Parookaville GmbH,
Flughafenring 293,
47652 Weeze,
Telefon: +49/ (0) 28 37/ 91 11 12,
Telefax: +49/ (0) 28 37/ 91 11 11,
E-Mail: infodesk@parookaville.com

mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

28.4. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

28.5. Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstige Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrages bei uns eingegangen ist. Für die Rückzahlung verwenden wir das gleiche Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, es wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrages unterrichten, an uns

Parookaville GmbH
Flughafenring 293
47652 Weeze

zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden. Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Ware. Waren, die aufgrund Ihrer Beschaffenheit nicht normal mit der Post zurückgesandt werden können, holen wir auf unsere Kosten ab. Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf eine zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Ware nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist. Gemäß § 312g Abs. 2, Satz 1 Nummer 1 BGB besteht kein Widerrufsrecht für Verträge zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Käufer maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Käufers zugeschnitten sind.

29. Widerrufsrecht bezüglich Eintrittskarten für Veranstaltungen

Generelle Bestätigung:
Ich bin ausdrücklich damit einverstanden, dass der Veranstalter vor dem Ende der Widerrufsfrist mit der Ausführung der Dienstleistung, die Gegenstand des zu schließenden Vertrags ist, beginnen soll. Ferner ist mir bekannt, dass ich bereits mit vollständiger Vertragserfüllung durch den Veranstalter das mir gesetzlich zustehende Widerrufsrecht verliere.

Widerrufsrecht bezüglich Eintrittskarten für Veranstaltungen:
Ein Widerrufsrecht für Verbraucher besteht nicht bzw. das Widerrufsrecht für Verbraucher kann vorzeitig erlöschen bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, wenn der Vertrag für die Erbringung einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsieht (§ 312g Abs. 2 Satz 1 Nr. 9 BGB). Das heißt, soweit der Veranstalter Dienstleistungen aus dem Bereich der Freizeitbetätigung anbietet, insbesondere Eintrittskarten für Veranstaltungen, besteht kein Widerrufsrecht. Jede Bestellung von Eintrittskarten ist damit unmittelbar nach Bestätigung durch TicketPAY bindend und verpflichtet zur Abnahme und Bezahlung der bestellten Karten.

Ende der Widerrufsbelehrung.